Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen


Autor: Ava Reed
Verlag: Ueberreuter
Preis: 16,95€ als Hardcover
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 15.02.201


In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden!

Der Abschluss. So viele Dinge, die zu tun sind.

Und danach? Ein Studium? Eine Ausbildung? Reisen?

Leni ist ein normales und glückliches Mädchen voller Träume. Bis ein Moment alles verändert und etwas in ihr aus dem Gleichgewicht gerät. Es beginnt mit zu vielen Gedanken und wächst zu Übelkeit, Panikattacken, Angst vor der Angst. All das ist plötzlich da und führt zu einer Diagnose, die Leni zu zerbrechen droht. Sie weiß, sie muss Hilfe annehmen, aber sie verliert Tag um Tag mehr Hoffnung. Nichts scheint zu funktionieren, keine Therapie, keine Medikation. Bis sie Matti trifft, der ein ganz anderes Päckchen zu tragen hat, und ihn auf eine Reise begleitet, die sie nie antreten wollte …

Hach Freund was soll ich euch sagen, viele von euch werden das Cover lieben und auch ich finde es schön, aber irgendwie fehlt mir was bei dem Cover. Doch Gott sei dank ist sowas ja Geschmackssache und das wichtigste ist ja immer noch der Inhalt und ob dieser mich überzeugen konnte sollt ihr nun auch direkt erfahren.

Normalerweise brauche ich bei Avas Büchern immer einige Zeit, um in die Story hineinzukommen, was an dieser Stelle kurz gesagt nicht schlimm ist, weil sie mich bisher immer mit ihren Storys begeistern konnte, doch dieses Mal bin ich sofort in die Geschichte hereingekommen. Meiner Meinung nach merkt man von Buch zu Buch wie Avas Schreibstil immer noch angenehmer wird, als er vorher eh schon war und das finde ich große Klasse, wenn man auch als Leser so eine Entwicklung miterleben kann.

In dem Buch gibt es viele Tagebucheinträge (darauf gehe ich gleich nochmal genauer ein) und auch diese konnten mich total begeistern. Die Worte waren auf den Punkt gebracht und man konnte sich damit noch einmal besser in die Geschichte hineinfinden.

Ich versuche an dieser Stelle nicht zu viel vorweg zu nehmen, also nehmt es mir bitte nicht übel, wenn ich nicht zu viel zum Inhalt erzählen werde.

In der Story lernen wir Leni kennen, welches eigentlich ein ganz normales Mädchen wie du und ich ist und zu Beginn auch noch nicht unter einer psychischen Krankheit leidet. Doch es passiert einiges in ihrem Leben, was dazu führt, dass sie Depressionen bekommt und das bemerkenswerte an dieser Stelle ist, dass viele bestimmt sagen würden „wie kann man von so etwas Depressionen kriegen, so schlimm war das doch gar nicht?“ und somit Ava die bittere Wahrheit anspricht und zeigt, dass selbst „Kleinigkeiten“ (im übrigen sollte nichts als Kleinigkeit abgetan werden, aber ihr wisst bestimmt wie ich das meine), ein Auslöser sein können oder man gar nicht genau erklären kann, was denn jetzt wirklich der Auslöser war.

Leni wird irgendwann in eine Klinik gebracht, in der ihr geholfen werden soll und dort lernt sie auch einige neue Freunde kennen. Unter anderem lernt sie dort Matti kennen und erleben eine tolle Zeit miteinander (warum und wie erzähle ich jetzt nicht, dass würde wirklich zu viel Spoilern).

Das schöne an Avas Geschichten ist, dass sie nie so eine richtige Liebesgeschichte daraus macht, oder eine Person die andere rettet, sondern zeigt, wie zwei Menschen sich gegenseitig unterstützen können und füreinander da zu sein.

Auch sieht man diese tolle Beziehung nicht nur bei Leni und Matti, sondern auch bei Leni und Emma, denn obwohl Leni Emma immer wieder von sich stößt und sie nicht an sich heranlässt, bleibt Emma an ihrer Seite und ist trotz allem immer noch für sie da.

Mein persönliches Highlight der Geschichte war jedoch das Semikolon Tattoo, welches sich die Charaktere haben stechen lassen. Warum das mein Highlight ist? Ich selber habe ein Semikolon an meinen Rippen tattoowiert mit den Worten „My story isn’t over yet“

Auch wenn ich selber noch nie die Erfahrung mit einer psychischen Krankheit machen musste, gab es doch einige Dinge in meinem Leben, die ich nichtmals meinem schlimmsten Feind wünschen und zumuten würde und mit 19 dieses Tattoo die perfekte Erinnerung für mich war und immer noch ist, dass ich es geschafft habe, überlebt habe und egal was kommt es immer wieder schaffen werde.

Aus diesem Grund war diese Szene so unglaublich emotional für mich, sodass ich an dieser Stelle, ein paar Tränen verdrücken musste.

Zuletzt kann ich sagen, dass wir hier zwar eine Geschichte haben, in der es vielleicht nicht super viele Spannungsbogen gibt, jedoch super emotional ist und ich bin wirklich restlos begeistert.

5 von 5 Buchherzen

Loading Likes...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.