Warum es okay ist auch mal zu sagen, dass es nicht okay ist

Meine lieben Würmchen, heute kommen wir wohl zu meinem persönlichsten Post meiner bisherigen Blogger Zeit! Worum wird es in diesem Post gehen? Bevor ihr jetzt denkt das dieser Post ein rein negativer wird: das wird er nicht, denn heute möchte ich mit euch über die Themen Liebe, Liebeskummer, Freundschaft, Familie reden und euch ein bisschen aus meinem Leben erzählen. Sozusagen ein „Realtalk“ Beitrag und ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir Feedback dazu geben würdet und ob ihr mehr davon wollt.

Wieso ich diesen Post schreibe:

Ihr fragt euch jetzt vielleicht wie ich auf die Idee zu diesem Post gekommen bin. Nun mir ist in den letzten zwei Wochen so richtig bewusst geworden, dass wir auf Social Media Plattformen fast nur die positiven Dinge teilen und ich habe mir die Frage gestellt warum das so ist. Damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass jeder auch die negativen Seiten teilen muss, wenn er das eigentlich nicht möchte, das ist natürlich jedem selber überlassen, doch ich hatte das Gefühl, dass ich diese Seiten, diese Gefühle nicht mit euch teilen DARF. Das mag krass klingen und klar und ja manche lassen auch mal Dampf ab bei einer Story, doch in den seltensten Fällen wird wirklich der Satz „Mir geht es nicht gut“ ausgesprochen. Das hat dazu geführt, dass ich kurz davor war eine Auszeit einzulegen, weil ich nicht so tun kann, als würde es mir gut gehen. Das möchte ich mit diesem Post einfach mal ändern. Es ist okay zu sagen, dass es mal nicht okay ist, dass es einem nicht gut geht und diese Gedanken möchte ich auch mit euch teilen, denn zur Zeit bin ich nicht wirklich okay.

Die Sache mit dem Liebeskummer..

Wer kennt es nicht? Ich glaube jeder von uns erfährt im Leben mal wie es ist Liebeskummer zu haben und auch ich muss mich mit diesen Gefühlen zur Zeit herum schlagen. Selbst wenn man sich nicht im Streit trennt, gibt es doch immer einen Part der stärker unter einer Trennung leidet und dieses Mal hat es mich getroffen und ich brauche euch glaube ich nicht erklären wie sich das anfühlt nach Jahren verlassen worden zu sein, obwohl man dachte es sei alles okay, obwohl man dachte er sei DER EINE. Das ist hart und hat die letzten zwei Wochen dafür gesorgt, dass ich naja eher so vor mich hin gelebt hatte, keine Lust auf irgendwas hatte und viele Tränen vergießen musste gefolgt von einer schlimmen Appetitlosigkeit. Auch wenn ich jetzt sagen kann, dass ich mich auf den Weg der Besserung befinde, wird es noch einige Zeit dauern bis ich sagen kann, dass es mir wieder gut geht.

Und einige von euch werden es mit Sicherheit auch kennen: man möchte die Person, die einem das Herz gebrochen hat hassen, doch ihr könnt es nicht, weil die Person euch nie einen Grund gegeben hat das zu tun, doch ihr wollt unbedingt, dass es euch besser geht.

Auch wenn jetzt jeder von euch sagen wird „du bist doch bescheuert warum wünscht du dir sowas?“, würde ich mir wünschen wieder mit ihm normal reden zu können, denn mit einer Trennung verliert man leider oft nicht nur den Partner, sondern auch den besten Freund und ich sag euch ganz ehrlich, das ist für mich das härteste im Moment, mal abgesehen von der Tatsache das mir natürlich die Nähe fehlt.

Auch die Fotos abzuhängen war ein schwerer Schritt und habe ich erst eine Woche nach der Trennung in Angriff genommen, wobei ein Foto tatsächlich immer noch hängt, wir werden sehen wann ich bereit bin dieses abzuhängen und in meine Erinnerungskiste zu packen.

Ja Liebeskummer braucht Zeit und auch hier ist es vollkommen okay zu sagen, dass es einem nicht gut geht. Doch sollte man schauen, dass es nicht zu einem Dauerzustand wird und tatsächlich habe ich über meine Essprobleme schon mit einer Ärztin gesprochen, damit auch das kein Dauerzustand wird.

ACHTET AUF EUCH!

Warum ich trotzdem nach vorne schauen kann

Ja Liebeskummer ist hart und ja es wird Wochen, wenn nicht sogar noch Monate dauern, bis ich darüber hinweg bin, doch es gibt Menschen ohne die ich in ein noch viel tieferes Loch gefallen wäre.

Meine Mum ist einer dieser Personen und auch wenn das Thema Liebeskummer bei uns kaum ausgesprochen wird, ist das auch gar nicht nötig, denn gerade meine Mum setzt zur Zeit alles daran, dass ich auf andere Gedanken kommen kann. Von Friseurbesuchen, schwimmen, Filmabenden ist zur Zeit alles dabei und dafür bin ich so unendlich dankbar. Auch wenn sie schon vorher meine Heldin war ist sie jetzt meine persönliche Wonder Woman geworden, die mir mehr Mut schenkt als irgendwer anderes jemals könnte.

Neben meiner Familie und meinen Schwestern gibt es noch zwei ganz besondere Menschen, ohne die ich wahrscheinlich wirklich in eine Essstörung gerutscht wäre. Ohne meine zwei engsten und besten Freundinnen Michele und Mandy wäre ich wahrscheinlich aufgeschmissen gewesen und ich bin den beiden so unendlich dankbar für das, was die beiden für mich tun. Die beiden achten akribisch darauf, dass ich ausreichend esse (oder erinnern mich zu mindestens regelmäßig daran etwas zu mir zu nehmen), das ich mich nicht alleine fühle und sobald ich eine ganz schlimme Phase habe, wieder nur am weinen bin, lassen diese beiden alles stehen und liegen und sind sofort für mich da und fangen mich auf. Solltet ihr das lesen: ich liebe euch!

Generell merkt man in solchen Zeiten immer sehr gut wer wirklich für einen da ist und ich bin dankbar für meine ganzen Freunde, die auf mich achten und mich ablenken.

Dank ihnen fühle ich mich langsam besser, fange an besser zu essen und weine nicht mehr jeden Tag. Es gibt Tage an denen ich sowohl morgens als auch abends wieder sagen kann es geht mir okay, das war in den letzten zwei Wochen selten der Fall, aber es wird besser. Sehr langsam, aber ich bin froh, dass es wieder besser wird.

Lange Rede kurzer Sinn..

Ich hoffe der Beitrag hat für euch irgendwie Sinn gemacht, was ich euch aber mitgeben möchte: Es ist okay zu sagen, dass es einem nicht gut geht, auch auf Social Media.
Doch bitte vergesst nicht, dass ihr auf euch selbst achtet und auch auf betroffene Personen.

Und für alle die, die auch unter Liebeskummer leiden: es wird besser werden, versprochen.

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